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Update KompetenzGrün | August 2026
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KompetenzGrün aktuell: Mit uns mehr Artenvielfalt wagen
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Drei Jahre KompetenzGrün: Zeit für einen Rückblick – und ein Treffen
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Vor drei Jahren startete das Projekt KompetenzGrün. Bis Ende dieses Jahres werden insgesamt rund 70.000 Quadratmeter naturnahe Blühflächen entstanden sein, verteilt auf 45 Standorte in Kommunen und Unternehmen. 134 Menschen nahmen an unseren Weiterbildungen teil, viele weitere kamen bei Exkursionen, Märkten und Festivals mit dem Projekt in Kontakt.
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Grund genug, gemeinsam zurückzublicken – und nach vorn zu schauen. Am 24. September 2026 laden wir zum Netzwerktreffen „Erfahrungsaustausch zu naturnaher Begrünung in der Praxis" ein.
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📅 24. September 2026, 9:00 bis 14:45 Uhr 📍 Hochschule Anhalt, Strenzfelder Allee 28, 06406 Bernburg (Saale)
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Auf dem Programm stehen kurze Impulsvorträge und viel Raum für Austausch:
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- Kleine Maßnahmen – große Wirkung: Erfolgsfaktoren für naturnahe Begrünung
- Tausend und eine Fläche – Vom Rasen zur Vielfalt: Wie die Stadtwerke Halle ihre Flächen neu entwickeln
- Von der Idee zur Umsetzung: Die ökologische Aufwertung eines historischen Wanderwegs der Stadt Oschersleben (Bode)
- Naturnahe Grünflächen und Öffentlichkeitsarbeit in der Praxis
- Wissen für die Praxis: Die Lernplattform von KompetenzGrün
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- Fotos von R. Meyer und U. Jacobshagen (rechts) -
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Neu auf der Lernplattform: Anleitungsvideos
Wer selbst eine Blühfläche anlegen möchte, findet ab sofort Unterstützung auf unserer Lernplattform in Form von Videos. Vier neue Anleitungsvideos zeigen einzelne Arbeitsschritte, von Erklärungen zum richtigen Saatgut über die Pflege der Flächen bis zum Thema Störarten. Die Videos sind frei zugänglich über die Lernplattform abrufbar und ergänzen die bisherigen Workshop-Formate um eine Variante zum Nachschauen.
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Tipps zur Pflege
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Kein Pflegetipp, sondern ein Umsetzungstipp: Warum Saatgutbomben selten aufgehen
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Beim Sachsen-Anhalt-Tag hörten wir eine Frage besonders oft: „Habt ihr auch Saatgutbomben?" Viele Besucher:innen kennen solche Aktionen und sind enttäuscht, wenn wir verneinen. Dafür haben wir gute Gründe:
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Der Boden entscheidet mit Bevor ein Samen keimen kann, braucht er einen vorbereiteten Untergrund. Landet Saatgut einfach auf bestehender Vegetation, findet es kaum eine Lücke zum Wachsen. Konkurrenzstarke Gräser nehmen den feinen Keimlingen Licht und Nährstoffe, bevor diese überhaupt Fuß fassen.
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Pflege braucht einen Standortbezug
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Auch nach der Aussaat bleibt Wildpflanzenvermehrung Handarbeit. Wie oft eine Fläche gemäht wird, wann und wie hoch, hängt vom jeweiligen Standort und vom Aufwuchs ab. Ohne diesen Bezug zur Fläche lässt sich weder unerwünschter Bewuchs eindämmen noch die gewünschte Mischung dauerhaft erhalten.
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Die Herkunft bleibt oft unklar Klassische Saatgutbomben verraten selten, woher ihr Inhalt stammt. Häufig fehlen regional vermehrte Arten, die an die hiesigen Bedingungen angepasst sind. KompetenzGrün setzt deshalb ausschließlich auf regionales Wildpflanzensaatgut von zertifizierten Anbietern oder eigene Mischungen – abgestimmt auf Löß-Lehm-Böden ebenso wie auf sandige Standorte.
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Wer es mit dem Naturschutz ernst meint, findet den Spaß auch abseits eines kurzen Wurfs: in der Beobachtung, was über die Zeit auf einer Fläche entsteht. Boden vorzubereiten und zu pflegen zahlt sich aus – unser Saatgut ist auf mehrjährige Effekte angelegt, jedes Jahr bringt es etwas Neues hervor. Das gelingt auch auf kleinen Flächen. Beratung und Schulung dazu bieten wir in unseren Workshops und auf unserer Lernplattform.
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Effekte von urbanem Grün: Aus Forschung und Begegnung
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Wenn Unternehmen Verantwortung für Biodiversität übernehmen
In den vergangenen Monaten sind uns immer wieder Meldungen aufgefallen, in denen Industrie- und Handelskammern bundesweit zu mehr Biodiversität aufrufen. Auch wir haben bereits mit den IHKen aus Sachsen-Anhalt zusammengearbeitet: in Form von Artikeln für Mitgliederzeitschrift und Vorträgen. Die DIHK möchte ein IHK-Biodiversitätsbündnis (UBi) auch für unsere Region entwickeln und wir stehen im Austausch. Das Thema hat auf den Firmengeländen Einzug gehalten.
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Dass dieser Schritt mehr als ein Trend ist, unterstreicht der Weltbiodiversitätsrat (Ipbes). Im Februar veröffentlichte er einen Bericht mit konkreten Empfehlungen für Unternehmen: Wer die eigene wirtschaftliche Grundlage sichern will, muss zum Erhalt von Arten beitragen. Rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachleute aus der Privatwirtschaft aus 35 Ländern arbeiteten drei Jahre lang an dem rund 40-seitigen Papier. Auch die Bundesregierung griff die Ergebnisse auf und betonte die zentrale Rolle der Wirtschaft beim Schutz der biologischen Vielfalt.
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Hier setzt auch das Angebot von KompetenzGrün an. Wir kooperieren mit Unternehmen, etwa bei der Umgestaltung ehemaliger Industrieflächen. Ein Beispiel ist die frühere Deponie „Grube Johannes" in Bitterfeld-Wolfen: eine Fläche mit besonderen Ausgangsbedingungen, die inzwischen zu einem eigenen Lebensraum geworden ist.
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Wie unterschiedlich sich dabei Flächen je nach Untergrund entwickeln, beschreiben wir ausführlich in unserem Beitrag „Was aus einer Fläche wird, entscheidet der Boden mit". Dort erklären wir, warum neben dem Saatgut auch die Bodenbeschaffenheit über den Erfolg einer Begrünung entscheidet – und was auf welchem Boden zu erwarten ist:
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Was aus einer Fläche wird, entscheidet der Boden mit
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Wer eine Wildblumenwiese anlegt, denkt oft zuerst ans Saatgut. Welche Arten sollen blühen, wie bunt darf es sein? Das ist verständlich, aber es greift zu kurz. Das Saatgut bestimmt, was gesät wird. Was tatsächlich wächst, entscheidet der Boden in hohem Maß mit. Warum sich Flächen unterschiedlich entwickeln Fotos von blühenden Wildblumenwiesen machen Lust auf mehr. Hochwüchsige Pflanzen, Farbe von Mai …
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Was wächst denn da?
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Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca) – Farbtupfer im Spätsommer
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Die Gelbe Skabiose ist eine aufrechte, mehrjährige Staude mit einer Wuchshöhe von 20 bis 60 Zentimetern. Ihre schalenförmigen Blüten leuchten blassgelb – eine Besonderheit, denn die meisten Verwandten der Gattung blühen bläulich.
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Bedeutung für die Artenvielfalt
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Die Pflanze blüht von Juli bis September, also zu einer Zeit, in der viele andere Wildblumen bereits verblüht sind. Mehrere Wildbienenarten und Schmetterlinge nutzen sie in dieser Phase als Nahrungsquelle.
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Die Gelbe Skabiose bevorzugt sonnige Lagen mit durchlässigen, eher trockenen und nährstoffarmen Böden. In der freien Natur wächst sie auf Trockenrasen, Böschungen und ähnlich mageren Standorten.
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Verwendung in der Wildblumenwiese
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In artenreichen Wiesen sorgt die Gelbe Skabiose für Farbe im Spätsommer, wenn andere Arten bereits verblüht sind. Sie lässt sich gut mit anderen trockenheitsliebenden Wildstauden kombinieren und übersteht kurze Trockenperioden ohne Probleme.
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Nach Angaben des Rote-Liste-Zentrums gilt die Gelbe Skabiose in Deutschland als gefährdet. Der Verlust magerer, wenig genutzter Flächen setzt ihr ebenso zu wie anderen Trockenrasen-Bewohnern. Wer ihr in einer Blühwiese Raum gibt, unterstützt eine Art, die in der freien Landschaft zunehmend selten wird.
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- Fotos von Sandra Dullau (links) und Anita Kirmer (rechts) -
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Aktivitäten des Projekts: Ein Halbjahr unterwegs
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KompetenzGrün unter den Top 10
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KompetenzGrün hat einen wichtigen Erfolg erzielt: Das Projekt gehört zu den zehn besten Ansätzen im UN-Dekade-Wettbewerb 2025. Die UN-Dekade ist eine weltweite Initiative, die Ökosysteme wiederherstellen und schützen soll; in Deutschland koordiniert das Bundesamt für Naturschutz den Wettbewerb. Gesucht waren unter anderem Projekte, die Menschen für Natur in Städten begeistern. KompetenzGrün trat in der Kategorie „Aktivierung" zum Thema Stadtnatur an. Hier zählt, wie gut ein Projekt Menschen erreicht und zum Mitmachen bewegt. Alle prämierten Projekte sind unter www.undekade-restoration.de/projekte einsehbar.
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500 Gespräche beim Sachsen-Anhalt-Tag
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Drei Tage lang war KompetenzGrün beim Sachsen-Anhalt-Tag dabei. Am Ende zählte das Team über 500 Gespräche am eigenen Stand. Eine Frage kam besonders oft: Welche Pflanze bringt am meisten Bienen? Die Antwort: heimische Wildpflanzen, denn sie bieten Insekten genau die Nahrung, an die diese seit Langem angepasst sind. Wer wollte, stellte sich direkt vor Ort eine eigene Saatgutmischung zusammen – kostenlos und zum Mitnehmen.
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Unterwegs auf Märkten und Festivals
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Ob Grüne Woche in Berlin, Saatgutfestival der Heinrich-Böll-Stiftung in Halle, Frühlingsmärkte in Köthen und Naumburg oder das Kunst- und Kulturfestival der Diakonie in Wolfen: KompetenzGrün war in den vergangenen Monaten an vielen Orten mit seiner Mitmach-Aktion vertreten. Besucher:innen stellten sich eigene Saatgutmischungen für Garten, Balkon oder Wiese zusammen. Allein bei der Grünen Woche wurden rund 300 Tütchen mit regionalem Saatgut verteilt. In den Gesprächen zeigte sich immer wieder dasselbe Muster: großes Interesse an naturnaher Begrünung, aber auch Unsicherheit bei der Wahl des richtigen Saatguts. Über das Saatgutfestival berichtete auch die Mitteldeutsche Zeitung.
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Austausch mit Fachpublikum
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Beim Deutschen Naturschutztag in Berlin traf das Projektteam auf vergleichbare Vorhaben aus ganz Deutschland – die meisten davon deutlich größer angelegt. Was KompetenzGrün unterscheidet: der gezielte Fokus auf die Strukturwandelregion Sachsen-Anhalts, konkret die Landkreise Anhalt-Bitterfeld und Burgenlandkreis. Bei zwei Exkursionen Anfang Juni besuchten Teilnehmende aus Kommunen, Unternehmen und Zivilgesellschaft Demonstrationsflächen in beiden Landkreisen. Die Auswertung fiel eindeutig aus: Alle Teilnehmenden bewerteten die Veranstaltungen mit gut bis sehr gut. Einen Blick hinter die Kulissen der Saatgutproduktion gab es zudem bei SaaleSaaten in Nehlitz, wo Teilnehmende Vermehrungskulturen und Aufbereitungstechnik kennenlernten.
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Wildblumenwiesen zeigen erste Erfolge
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Im Mai und Juni lud KompetenzGrün zu Pflanzenspaziergängen nach Naumburg und Köthen ein. Vor Ort ließ sich zeigen, wie aus brachliegenden Flächen artenreiche Wildblumenwiesen werden. In Köthen beteiligten sich rund 30 Interessierte. Auch beim Infotag im Bienenlehrgarten Nebra, organisiert mit dem dortigen Imkerverein, stand der praktische Nutzen im Mittelpunkt: Mehr als 20 Imker:innen tauschten sich über Standortwahl und die Langlebigkeit von Saatgutmischungen aus.
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Halten Sie sich auf dem Laufenden mit Hilfe unserer Website, neuen Aktivitäten und Angeboten auf unserer Lernplattform. Oder nutzen Sie unser Kontaktformular, um direkt eine Frage zu stellen: https://kompetenzgruen.de/beratung/
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Wir freuen uns auf das kommende Halbjahr mit Ihnen und noch mehr Natur in lebenswerten Städten.
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Bis bald, Ihr KompetenzGrün-Team
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